Ja, tatsächlich, Dein Problem hat eine „positive Absicht“. Es ist nicht da, weil Du ein Pechvogel bist oder mieses Karma hast! Nein – jedes Problem birgt auch immer einen Gewinn. Das kann eine Lernaufgabe sein oder eine Erkenntnis, die Dich weiterbringt. Wenn Du Dich auf diesen Gedanken einlässt, kann Dein PRO-blem Dich zu neuen Handlungen motivieren und Dich über Deine gewohnte und sichere Komfortzone erheben. Dein Thema – so verworren und negativ es sich anfühlen mag – bietet Dir neue Erfahrungen und eine Chance auf Wachstum.
Nur – wie findet man diese positive Absicht?
Zugegeben, alleine ist das nicht immer ganz einfach. Vor allem, wenn Du mitten drinstehst und das Ganze als Belastung oder Bedrohung wahrnimmst.
Trotzdem ist es möglich, ein wenig um die Ecke zu denken. Die folgenden Fragen helfen Dir dabei:
- Was könnte Dein Problem Gutes mit sich bringt?
- Welche Chance könnte Dein Problem Dir bieten?
- Welche neuen Einsichten könntest Du durch Dein Problem gewinnen?
- Wozu könnte Dein Problem Dich motivieren?
- Wovon hält Dein Problem Dich ab?
- Was verhindert Dein Problem?
Die positive Absicht ist nicht immer gleich als solche zu erkennen. Dein Problem rührt ja daher, dass Du einen Wunsch hast, der nicht auf die Weise erfüllt ist, wie Du es Dir vorstellst.
Was wünschst Du Dir? Was zeigt Dir das Leben stattdessen? Wenn dies nun eine positive Absicht hätte – welche könnte es sein?
Ok, nehmen wir ein Beispiel aus der Praxi
(Mein eigenes Beispiel, das eine meiner Ausbildungsteilnehmerinnen aus mir herausgekitzelt hat!!):
Ich habe ein/zwei ganz besondere Träume und Ziele. Schon sehr lange. Doch irgendetwas hielt mich immer wieder davon ab, sie umzusetzen oder zu erreichen. Dabei gab es längst keine Argumente mehr, die mein Verhalten erklärten. Es gab keine Gründe, die die Umsetzung verhinderten. Trotzdem schlich ich wie die Katze um den heißen Brei und seufzte mit verklärtem Blick „irgendwann einmal erfülle ich mir diesen Traum“.
Tja, sehr offensichtlich brachte mir dieses schmachtende Herumschleichen etwas. Nur was? Das haben wir gemeinsam herausgefunden (Danke ClaudiaE.!):
Meine Träume waren – wie gesagt-, schon älter. Ich erinnere mich sogar, wann und wodurch der Gedanke entstand „das will ich unbedingt mal erleben“. Im Coaching wurde mir klar, was ich mit diesen Träumen verband. Sie waren mir quasi „heilig“. Ich hatte eine unbewusste Erwartung aufgebaut, was geschehen sollte, wenn ich diese Träume verwirklichte. Etwas Wundervolles, ganz Großartiges, sehr Besonderes….
Daraus baute sich gleichzeitig eine diffuse Angst auf: Was wäre, wenn sie mich letztlich gar nicht auf diese Weise berührten, wie ich das erwartete? Was wäre, wenn ich vielleicht sogar enttäuscht wäre oder gar negative Erfahrungen damit machen würde? Dann hätte ich Zeit und Geld vergeudet. Vor allem aber hätte ich dann einen wundervollen Traum verschleudert.
Somit hielt ich – ganz unbewusst natürlich – lieber am unerfüllten Traum fest, als ihn umzusetzen; quel malheur!
Die positive Absicht meines schmachtenden Umherschleichens lag also darin, mir Enttäuschung und Verletzung zu ersparen!
Zugegeben, das Ergebnis überraschte mich! Ich halte mich ja doch für ziemlich taff und tue meist einfach, was ich möchte. Und doch hatte ich das Ergebnis nun „schwarz auf weiß“!
Wie gut, denn jetzt konnte ich es verändern! Und das tat ich. Sofort! Noch am gleichen Tag machte ich Nägel mit Köpfen – was für ein großartiges Gefühl!!! Es hat extrem viel Energie und Freude freigesetzt!
Ich freue mich schon sehr auf die Ergebnisse! Ganz gleich, welche Erfahrung sie mit sich bringen! Denn hey, eines ist doch gewiss: ich kann jede Erfahrung genießen, weil sie ja immer………. genauuu: eine positive Absicht mit sich bringt!!
Ich bin sicher: sobald Du die positive Absicht hinter Deinem Thema erkennst, kannst Du Dein Problem lösen! Probiere es einfach einmal aus!
Herzliche Grüße, feel good